markus imboden

DER TOTE IN DER MAUER

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.11.2008, Nr. 269, S. 38
Und immer fährt ein Traktor durchs Bild- Alter Platzhirsch, neuer Platzhirsch: Der ZDF-Dorfkrimi hat Sinn für Details
... mit immer demselben Hund und immer demselben Traktor, der von Zeit zu Zeit durchs Bild fährt, zeigt Imboden als dramatische Bühne, auf der sich der Zweikampf zwischen dem alten und dem neuen Kommissar abspielt. .... Ob etwas dran ist an den Verdächtigungen oder ob es sich dabei um ortsübliche Revierkämpfe und geschlechtsbedingtes Platzhirschgebaren handelt, das hält "Der Tote in der Mauer" lange und raffiniert in der Schwebe. ... auf dem schweren Ackerboden gedeiht in diesem Film vor allem der Zweifel prächtig. Kurz vor Schluss wartet "Der Tote in der Mauer" mit mehreren geradezu eleganten Wendungen auf, bevor er den Mikrokosmos seiner Figuren fast komplett ausradiert - ein durchaus nicht unblutiges Ende. HEIKE HUPERTZ.